Ein Jahr BluehouseLab – Wir sind Impulsgeber

Frau Nitzsche, vor einem Jahr hat ALBA sein Lab gegründet – wie lautet Ihr persönliches Fazit?
Wir blicken auf ein spannendes Jahr zurück! Das BluehouseLab besteht jetzt aus einem tollen Team, wir haben bewährte Methoden zur Realisierung unserer Ideen entwickelt und arbeiten in einem modernen Arbeitsumfeld. Mit starken Partnern wie mit Forschungseinrichtungen, Unternehmenskooperationen und vielversprechenden Start-ups können wir die Innovationen realisieren, die die Recyclingbranche zukunftsfähig und unsere Stadt lebenswerter machen.

Mit welchen Projekten waren Sie im vergangenen Jahr beschäftigt?
Wir arbeiten an einer ganzen Reihe von Projekten, nachfolgend ein paar Beispiele:

Die Zukunft des Wertstoffhandels ist digital. Genau deshalb haben wir das mittlerweile ausgegründete Unternehmen scrappel auf den Weg gebracht, das einen sicheren, digitalen Marktplatz für Schrott hat.

Derzeit sind wir außerdem beschäftigt mit der Entwicklung eines Online-Kundenportals namens Jarvis, um die Bedürfnisse der ALBA-Kunden besser nachzuvollziehen und Lösungen für sie zu entwickeln.

In unserer Kooperation mit dem Pariser Innovations-Hub NUMA befassen wir uns mit Trends in der Recyclingbranche und stellen damit sicher, dass ALBA immer führend auf diesem Gebiet bleiben wird.

All diese Projekte sollen dabei helfen, unsere Branche effizienter zu gestalten und Arbeitsprozesse zu vereinfachen, um den Mitarbeitern mehr Zeit für die wertschöpfenden Dinge in ihren Berufsfeldern zu geben.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Gesellschaften? Wie können sich die Mitarbeiter einbringen, wenn sie eine gute Idee haben?
Der enge Austausch mit den Mitarbeitern und deren Beteiligung bei der Umsetzung der Ideen spielt für uns eine zentrale Rolle. Dafür nutzen wir zukünftig das Innovations-Tool namens BlueIdeas. Hier kann jeder Prozesse, die Optimierungspotential haben, entweder schriftlich schildern oder per Video festhalten. Wir sind natürlich auch per E-Mail erreichbar und offen für Vorschläge aus sämtlichen ALBA-Bereichen. Im BluehouseLab bündeln wir dann die Vorschläge und stimmen mit der Unternehmensleitung ab, welche Projekte angegangen und umgesetzt werden.

Wie unterscheidet sich die Arbeit im Lab von einem herkömmlichen Bürojob?
Definitiv macht das Team vom BluehouseLab den Unterschied. Es ist toll, täglich mit so motivierten Mitarbeitern zusammenzuarbeiten. Durch die Mitarbeiter mit ihren individuellen Haltungen, Fähigkeiten und unterschiedlichem Wissen, können Wege neu gedacht und erschlossen werden. Das wird ergänzt durch die Methodiken, die in einem „normalen“ Job noch nicht täglich zur Anwendung kommen.

Woran arbeiten Sie mit Ihrem Team derzeit? Welche konkreten Ansätze und Projekte gibt es im Lab?
Neben vielen anderen Projekten arbeiten wir derzeit mit dem TAP-Team (Technik Anlagen Plätze) an der Entwicklung von Drohnen, die die Kapazitätsauslastung auf Schrottplätzen ferngesteuert und zeitsparend überprüfen können. Die Vision ist, dass diese Bestandsmessung für Scrap and Metals (SaM) und Waste Operations (WO) gleichermaßen zur verbesserten Prozesssteuerung ausgerollt werden kann. In Zukunft könnte sogar die automatisierte Bestimmung der Sorte des Schrotts und die Güte mittels Bilderkennung möglich werden.

Blick in die Zukunft unserer Branche: Welche Tendenzen sehen Sie? Was kommt?
Wir stehen vor einem weitreichenden Wandel, weil mehr und mehr branchenfremde Unternehmen in die Entsorgungsbranche vorrücken. Für ALBA ist es daher umso wichtiger, das Geschäftsmodell fit für die Zukunft zu halten. Einfach zu bedienende Lösungen zu entwickeln und beim Stichwort “Entsorgung” die intuitive Assoziation mit ALBA zu etablieren ist hierbei das Ziel. Im BluehouseLab befassen wir uns daher intensiv mit aktuellen Trends wie Robotertechnik. Auch das Thema Autonomes Fahren erschließen wir für ALBA mit der Vision, dass in naher Zukunft selbstständig fahrende Sammelfahrzeuge und Kehrmaschinen in Berlin zum Alltag gehören.

Wie profitiert ALBA vom Lab?
Das BluehouseLab ist Impulsgeber und Mittelsmann zwischen Kooperationspartnern, Mitarbeitern und der Unternehmensleitung. Wir behalten aktuelle Entwicklungen und Trends in der Recyclingbranche permanent auf dem Schirm und integrieren die Ideen und Anregungen der Mitarbeiter in unsere konkreten Projekte. Kluge Ideen schnell zu verwirklichen und zügig Ergebnisse vorzuweisen ist unser Ziel, um ALBA als Innovationstreiber der Recyclingbranche zu positionieren.